Was ist so gefährlich an Polyester in Kleidung?

Heutzutage bestehen mehr als 60 % der Kleidungsstücke aus Polyester. Für die Modemarken ist das ein großer Gewinn: Synthetische Fasern sind billig, lassen sich einfach verwenden und können wie teure Naturfasern aussehen. Für die Natur und die Menschen ist das eine Katastrophe. Doch was ist so schlimm an Plastik in unserer Kleidung?

BEIM WASCHEN LÖST SICH MIKROPLASTIK

Jedes Mal, wenn wir diese Materialien waschen, lösen sich Tausende von kleinen Mikroplastikstücken. Diese Fäden sind so klein, dass sie problemlos durch die Wasserfiltersysteme gelangen und schließlich im Meer landen. Meerestiere nehmen diese kleinen Teile auf und verenden nicht selten daran. In diesen Plastikteilchen enthalten sind auch giftige Chemikalien, die bei der Herstellung verwendet werden. Experten vermuten, dass mehr als 100 Millionen Tonnen Müll in den Weltmeeren schwimmen. Das Mikroplastik gelangt auch in unsere Böden, was wiederum zu einem Rückgang der Artenvielfalt führt.

ES ENTSTEHT TEXTILMÜLL

Die Fast Fashion Industrie setzt fast ausschließlich auf synthetische Produkte, da es Geld bei der Produktion und Gewicht beim Transport spart, weil der Kunststoff so leicht ist. 30 % aller produzierten Kleidungsstücke werden nie verkauft und landen direkt auf dem Müll. Ebenfalls dort landen auch gekaufte Kleidungsstücke, die - manchmal sogar ungetragen - nach kurzer Zeit aussortiert werden.

In einem Artikel des Tagesspiegels heißt es: "Fast ein Viertel (24,3 Prozent) aller Textilabfälle wird CO₂-intensiv verbrannt", (...) "Mehr als die Hälfte des Kleidermülls (57,1 Prozent) landet auf den besonders umweltschädlichen Mülldeponien." Weltweit gesehen wird wohl weniger als ein Prozent der Alttextilien tatsächlich recycelt.

UNSERE HAUT WIRD STRAPAZIERT

Kunstfasern werden in den meisten Fällen aus Erdöl hergestellt und mit Tausenden von giftigen Chemikalien behandelt. Für Menschen mit sehr empfindlicher Haut ist Polyester, Acrylic und Elastan nicht zu empfehlen. Der Kontakt und kann zu Rötungen oder Reizungen führen. Abgesehen von den giftigen Chemikalien sind synthetische Stoffe nicht atmungsaktiv und absorbieren z.B. Schweißgeruch nur bedingt.

Hinterlasse einen Kommentar