Im Kreislauf wirtschaften

Ein Produkt wird entworfen, produziert und transportiert. Dann wird es verkauft und kurz genutzt, weggeworfen, deponiert oder verbrannt: Das ist ein typischer Produktlebenszyklus.

Kein Zurück mehr: die Linearwirtschaft

Dieses Modell nennt sich Linearwirtschaft (auch „Wegwerfwirtschaft“) und ist in unserer Gesellschaft das vorherrschende Wirtschaftsmodell. Produzent:innen geht es meist darum, möglichst viel und schnell zu verkaufen, ohne Verantwortung für Überproduktion auf der einen und die Zeit nach der Nutzung auf der anderen Seite zu übernehmen. Konsument:innen wiederum möchten möglichst oft, viel und günstig kaufen,Quantität statt Qualität. Erworbene Produkte werden so schnell zu unbrauchbarem Müll. Das hat fatale Folgen für die Umwelt. 

Am Ende steht wieder der Anfang: die Kreislaufwirtschaft

Um dies zu verändern, müssen wir Produkte anders denken und so wirtschaften, dass wir Ressourcen immer wieder verwenden oder sie problemlos zurück in die Natur geben können. Das Modell nennt sich Kreislaufwirtschaft. Bestehende Materialien und Produkte werden so lange wie möglich geteilt, wiederverwendet, repariert, aufgearbeitet und recycelt.

Ein möglicher Kreislauf von Kleidung:Kreislaufwirtschaft-Mode

Warum brauchen wir eine Kreislaufwirtschaft? 

Ressourcen werden immer knapper: Der jährliche globale Ressourcenverbrauch könnte sich bei bleibendem Konsum laut OECD bis 2060 verdoppeln. Mit einer längeren Nutzung von bestehenden Produkten haushalten wir mit vorhandenen Ressourcen und verbrauchen weniger neue. 

Treibhausemissionen können verringert werden: Gebrauchte Produkte weiterzunutzen oder aufzubereiten verursacht weniger CO₂ als die Herstellung neuer Produkte.

Müll kann vermieden werden: Genutzt werden viele Produkte nur kurz - als Müll bleiben sie oft Jahrhunderte auf der Erde. Der Müllberg der Erde wächst und wächst. Wir leben auf einem Planeten, umgeben von einer Ozonschicht - wo soll der Abfall auch hin? Mehr reparieren, weiterverwenden und recyceln verursacht weniger Müll und könnte uns vor dem Ersticken in Müllbergen retten. 

Fazit: Produkte müssen ressourceneffizienter und langlebiger werden. Je öfter unser Müll als Rohstoff für Neues im Kreislauf gehalten wird, desto besser und umweltfreundlicher. Dabei gilt: Schadstoffe haben in Produkten und im Müll nichts zu suchen!